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Entscheidungen, Erfahrungen und der „richtige“ Plan

Über Entscheidungen, Erfahrungen und den "richtigen" Plan
Entscheidungen, Erfahrungen und der „richtige“ Plan

Ich denke, die meisten Mitte 20-jährigen können das Gefühl der Planlosigkeit, des Unwissens oder der Hilflosigkeit nachempfinden. Man hat vielleicht gerade seinen Uni-Abschluss in der Tasche, oder stellt sich die Frage, ob man mit der Ausbildung wirklich den richtigen Weg eingeschlagen hat. Vielleicht zweifelst du aber auch an deinem Umfeld, deinen Freunde oder deinen Beziehungen. Vielleicht bist du dir bei all den Fragen gar nicht mehr sicher, was du überhaupt willst und bist wie gelähmt, um bloß keine falsche Entscheidung zu treffen. Mit diesem Blogpost möchte ich dich dazu inspirieren, dir selbst mehr zu vertrauen und das Positive in der Ungewissheit zu finden.

#1 Es gibt keine falschen Entscheidungen

Ich glaub diese Erkenntnis ist mit die wichtigste überhaupt. Abgesehen davon, dass die Kategorien „wahr“ und „falsch“ nur ein Konstrukt sind, welches wir nutzen, um Zustände, Dinge oder Menschen aus unserer Perspektive zu beurteilen, gibt es keine richtigen oder falschen Entscheidungen. Was ist das „Schlimmste“, was passieren könnte, wenn du dich entscheidest? Dass es doch nicht das „Richtige“ ist? Ist doch okay, dann weißt du jetzt immerhin, was du nicht willst und ich bin mir sicher, dass du viel auf dem Weg mitgenommen hast.

Jede Entscheidung ist eine Erfahrung und entweder du erreichst direkt das (oder noch etwas Besseres), was du dir erhofft hast, oder du lernst etwas dabei und kannst daran wachsen. Du kannst dir sicher sein, dass diese Erfahrung auf deinem „Umweg“ wichtig ist, sonst würdest du sie nicht machen. Alle Entscheidungen und Erfahrungen haben dich zu dem Menschen gemacht, der du heute bist und darauf kannst du stolz sein.

Warum hast du Angst, die Entscheidung zu treffen? Was denkst du, was passiert?

#2 Leben im Hier und Jetzt

Jeder spricht immer davon, dass man im „Hier und Jetzt“ leben soll. Aber was heißt das konkret? Ziele zu haben ist wichtig, klar! Aber, wenn du alles vorausplanst oder gar Angst vor der Zukunft hast, verpasst du den Moment. Das „Hier und Jetzt“. All die Spontanität und die kleinen Chancen, die dich dort hinbringen, wo du sein sollst. Genau das gilt auch für das Leben in der Vergangenheit. Wenn du an alten Entscheidungen zweifelst, versetzt du dich in die Vergangenheit zurück und durchlebst Situationen nochmal, die du im Nachhinein nicht mehr ändern kannst. Meditationen helfen dir, bewusst im Hier und Jetzt anzukommen.

#3 Du weißt, was der nächste Schritt ist, aber traust dich nicht?

Ich stehe aktuell vor einer (für mich) großen Herausforderung. Ich schreibe meine Bachelorarbeit und weiß gar nicht, wie und wo ich anfangen soll. Woher auch? – ich habe noch nie eine Bachelorarbeit geschrieben. Oft ist es so, dass wir direkt die Augen vor neuen Herausforderungen verschließen, um bloß nicht aus unserer Komfortzone zu müssen.

Aber überleg doch mal. Erinnerst du dich noch an deine erste Präsentation in der Schule? Warst du auch so nervös wie ich und dachtest, deine Stimme würde jeden Moment versagen? Du hast es gemeistert und wahrscheinlich mittlerweile 20 Präsentationen gehalten. Weißt du noch, als du deine erste Fahrstunde hattest und dir niemals hättest vorstellen können, jemals selbstständig Autofahren zu können? Du hast es geschafft! Genauso ist es mit allem. Wenn du also in nächster Zeit vor einer Challenge stehst, vor der du am liebsten wegrennen würdest, erinnere dich an all das, was du in der Vergangenheit gemeistert hast und wie glücklich du warst, als du dich und deine Vorstellungen selbst übertroffen hast.

Was hast du in deiner Vergangenheit erreicht, was du für unmöglich gehalten hast?

#4 People come and go

Ich bin ein Mensch, der sich sehr an Menschen bindet und alles versucht, um Beziehungen aufrecht zu erhalten. Manchmal merke ich dabei gar nicht, dass ich mit Personen, mit denen ich früher auf einer Wellenlänge war, nicht mehr „vibe“. Vor allem jetzt, wo alle auf der Suche nach sich selbst sind, verändern wir uns ständig. Klar, dass sich unsere Interessen, Ansichten und Einstellungen mitändern. Wenn du dann an diesen Freundschaften oder Beziehungen festhältst, bei welchen keine Grundlage mehr besteht, verbietest du dir zum einen, du selbst zu sein, aber zum anderen besetzen diese Menschen den Platz in deinem Leben, der durch andere viel besser besetzt wäre.

Menschen kommen in unser Leben, um uns etwas zu zeigen oder zu lehren. Sobald wir diese Erfahrung gemacht haben, ist es bei manchen vielleicht an der Zeit, dein Leben zu verlassen, um Platz für die nächste Erfahrung zu machen, oder für Menschen, die dich besser auf deinem Weg unterstützen können.

An welchen Menschen hältst du fest, die dich kleinreden, runterziehen oder beschweren?

Für all die Themen, die ich in diesem Post angerissen habe, lohnt es sich, einen eigenen Blogpost zu verfassen, aber ich hoffe, ich konnte dir mit diesen Worten ein bisschen dabei helfen, dir selbst, deinen Entscheidungen und Erfahrungen mehr zu vertrauen – in dem Wissen, dass du bisher alles in deinem Leben gemeistert hast und stolz auf dich sein kannst.

Ich habe neulich ein Zitat gelesen, welches mir immer total den Druck nimmt:

Du bist genau jetzt genau da, wo du genau jetzt sein musst. Mit genau den Menschen, die dich genau jetzt umgeben müssen, um dir genau diese Erfahrung auf deinem Weg zu ermöglichen.

Zu diesen Themen kann ich dir das Buch „Mögest du glücklich sein“ von Laura Malina Seiler empfehlen.

PS: Wenn du wissen willst, wer hinter The Happy Concept steckt, schau hier vorbei!

The Happy Concept

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